Athens Hamankolo

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Der charakterstarke Familienvater und begeisterte Fußballfan Athenesious Hamankolo (Athens) wurde 2016 50 Jahre alt. Mit seiner Frau und den gemeinsamen fünf Söhnen und drei Töchtern lebt er in Sambia, nahe dem Fährübergang nach Botswana in Kazungula. Seit 2003 leitet Athens – völlig auf sich gestellt – das Kazungula Vet. Camp

Seine Verantwortung ist groß: Zu dem von ihm betreuten Viehbestand im Distrikt Kazungula gehören mehr als 6600 Rinder, 3800 Ziegen, 150 Schafe, 300 Schweine, 15.000 Hühner, 250 Enten, 400 Perl-Hühner und 150 Esel sowie 4000 Hunde und 200 Katzen – insgesamt mehr als 30.000 Tiere!

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Ohne die Tiere können auch die Menschen nicht überleben. Ihre Gesundheit ist wichtig, um das natürliche Ökosystem zu erhalten und eine ausreichende Ernährung sicherzustellen. Jedoch fehlt es hier meist schon am Nötigsten, wie Wasser, Strom, Medikamenten oder einer medizinischen Grundausstattung und an zuverlässigen Transportmitteln. In dieser rudimentären Infrastruktur stellen viele Vorgänge, die für uns selbstverständlich sind, Athens Hamankolo täglich vor neue Herausforderungen.

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Dabei sind Mensch und Tier von vielfältigen Krankheiten bedroht. So ist beispielsweise die Maul- und Klauenseuche (FMD) und die Lungenseuche/Kontagiöse Bovine Pleuropneumonie (CBPP) insbesondere unter den Rindern verbreitet. Zu den größten Gefährdungen des Geflügelbestandes zählen die hochansteckende Newcastle-Krankheit (NDV), die Infektiöse Bursitis (IBD) sowie die parasitäre Kokzidiose.

Bei den Hunden gilt die Tollwut als gefährlichste Krankheit. Viele dieser Erkrankungen ließen sich mit Impfungen vermeiden, doch hierzu stehen oft die erforderlichen Impfstoffe nicht bereit. Diese werden jedoch dringend benötigt, um beispielsweise die Rinder zwei Mal jährlich gegen FMD und ca. 9000 Hühner pro Quartal gegen NDV zu impfen.

Athens wünscht sich, dass er die zur Behandlung notwendigen Arzneimittel in der neuen Tierklinik vorhalten kann. Genauso wichtig ist für ihn jedoch ein Transportmittel, um zu den bis zu 300 km entfernten Farmen zu gelangen. Noch dazu häufen sich viele Erkrankungen vor allem in der Regenzeit, wenn seine Anreise noch beschwerlicher oder ohne eigenes Fahrzeug gar unmöglich ist. Ein Motorrad oder ein stabiler Gebrauchtwagen wären daher extrem hilfreich. So könnte er auch die Tierzahlen noch genauer abschätzen und deren Behandlung besser planen und einmal im Jahr auch die Hunde in seiner Gegend impfen.

Trotz der vielen Schwierigkeiten zeigt sich Athens Hamankolo optimistisch für die Zukunft. Um für diese besser gewappnet zu sein, wünscht er sich ein zusätzliches Training in Operationstechnik und Laborkunde.

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