Dezember 2022

Nach unserem Besuch im März 2022 war unser nächster Kontrollbesuch für das 4. Q 2022 vorgesehen. Nach der Insolvenz von Air Nambia in 2020 gab es zeitweise keine flugverbindung zwischen windhoek und Katima Mulilo. Hinzu kamen die Corona-bedingten Reisebeschränkungen. Deswegen stand unser Landcruiser frisch überholt zwei Jahre in Katima, ohne dass wir ihn nutzen konnten.

Am 30.11.2022 trafen wir mittags auf dem Flugplatz Mpacha ein und wurden mit dem eigenen Fahrzeug in Empfang genommen. In der Werkstatt von Sharpe Engeneering ließen wir für die Fahrt nach Sambia Einiges aus Platzgründen zurück. Nach dem Lunch ging es die 70 km zum Ngoma Border Post. In Kasane wurde für die folgenden Tage das Frühstück einegekauft. Am frühen Abend überquerten wir zum ersten Mal die inzwischen eingeweihte Brücke über den Sambesi. Die one-stop-Grenzabfertigung auf sambischem Boden dauerte trotz oder wegen des „Schleppers“ zwei Stunden. Bei dem alten Fährhafen kannten wir inzwischen das Prozedere. Der neue Ablauf war unübersichtlich, weil man in mehere Gebäude musste und noch ein Stromausfall hinzu kam. Der Weg zur Council Lodge war rasch geschafft. Wir konnten uns endlich einen G&T genehmigen.

Am Donnerstagvormittag, 01. Dezember tagten wir mit den Vertretern unserer sambischen NGO und stellten Ihnen den neugstalten Tollwutflyer vor. Der jetzt auch in Silozi und Tonga zur Verfügung steht. Nach dem von Idah hergerichtetem, reichhaltigen Lunch war die nächste Gesprächsrunde mit dem Management und einigen Mitgliedern der Co-Operative angesetzt, um über die gemeinsame weitere Kooperation zu sprechen.

Das Einkochen oder Konservieren von Obst ist in den Haushalten weitgehend unbekannt. Am Beispiel der im Dezember reichlich zur Verfügung stehenden Mango-Früchte wollten wir zeigen, wie man diese auch ohne Kühlung haltbar machen kann und hatten gebeten, Gläser mit Schraubverschluss, etliche Mangos und Zitronen zu besorgen, um daraus Mango-Marmelade zu kochen und steril abzufüllen. Rezepte und Pektin hatten wir dabei. So konnten ca. 5 KG Mango im Verhältnis 2:1 zu Marmelade verarbeitet werden. Unter Anteilnahme vieler Interessierter wurde der Fruchtbrei auf dem Kohlefeuer zum Kochen gebracht. Die bereitgestellten Gläser wurden gefüllt, verschlossen und wenige Minuten auf den Kopf gestellt, um auch die Deckelinnenseite zu sterilisieren. Durch die Abkühlung bildet sich automatisch das erforderliche Vakuum und die Mango-Marmelade kann bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, ohne dass der Inhalt Schaden nimmt. Die Zuschauer bekamen jeder einen Klacks Marmelade zum Kosten auf die Hand.

Freitag waren wir bereits kurz nach 7 Uhr auf dem Weg zur Koppel der Co-Operative. Dort warteten bereits mehrere Farmer mit ihren Rinderherden auf die bevorstehende Anthrax-Impfung ihrer Tiere. Innerhalb von zwei Stunden waren 380 Tiere mit dem von Zambesi Health finazierten Vaccine geimpft.

Nach dem Lunch in Livingstone machten wir uns zusammen mit Athens auf dewg zur Organic farm ca. 30 km in Richtung Lusaka. dort waren wir verabredet mit Ruth, der Farm-Managerin. Seehr eindrucksvoll ist die Düngererzeugung durch Kompostierung und dessen Umwandlung in Dünger durch selbst gezogene Regenwürmer. Diese Art des Farmings könnte vielen Kleinbauern helfen, Ihre Bodenqualität nachhaltig zu verbessern und die Erträge zu steigern.

Am Abend waren wir eingeladen zum Grillen in eine Bar am Zambesi, bevor wir am Sonnabend Sambia wieder verließen. Nach Überquerung der Zambesi-Brücke ging die Abfertigung zügig, Schlepper werden in Botswana – dem Preußen des südlichen Afrika – nicht geduldet. Auf der ca. 2.200 km langen Fahrt bis zurück nach Windhoek hatte unser Gast Tobi, Gelegenheit, die unvergesslichen Eindrücke aus den drei besuchten Ländern in sich aufzunehmen und zu dokumentieren.